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Die Entwicklung Der Grieg-Sammlung

 

Im Jahre 1906, zehn Monate vor seinem Tod, fügte Edvard Grieg seinem Testament den Zusatz an, daß er und seine Frau Nina seine handschriftlichen Musikalien, Artikel und Briefe, des weiteren Musikdrucke und Bücher wie auch anderes Material der Öffentlichen Bibliothek in Bergen vermachen wolle. Bedingung sollte sein, daß dieser Nachlaß "gepflegt und der Allgemeinheit in Bergen zugänglich gemacht" werden sollte. Beide, Edvard und Nina Grieg, hegten den starken Wunsch, daß alle Dokumente, die sie so umsichtig während ihres langen Künstlerlebens bewahrt hatten, einmal dem Geburtsort Bergen zukommen sollten. Diese Sammlung sollte allen zugänglich sein, wobei an eine Art Volksbibliothek gedacht wurde. Dazu auserwählt, dieses große und wertvolle Erbe zu verwalten, wurde also die Öffentliche Bibliothek in Bergen.

1919 wurde die Villa Troldhaugen, der Wohnsitz der Griegs, öffentlich versteigert, und das testamentarische Vermächtnis der Bibliothek übergeben. 1930 wurde sodann die einzigartige Sammlung von Musikerbriefen von Dänemark aus, wo sich Nina damals aufhielt, überführt. In den folgenden Jahren ist die Sammlung von Originaldokumenten sowohl durch Geschenke wie durch Zukauf erweitert worden, zum einen durch die Beschaffung neuerer Literatur, gezielt zum anderen durch Studien zu Griegs Leben und Werk.

Edvard Griegs 150. Geburtstag wurde im In- und Ausland in großem Stile gefeiert. Für alle, die dazu beigetragen haben, war die Griegsammlung eine profunde Quelle. Zugänglich gemacht wurde der Griegsammlung, und damit auch der Forschung, des weiteren das Archiv, in welchem das "Grieg-Jubiläum 1993" dokumentiert ist.

1962 ging von der Öffentlichen Bibliothek in Bergen die Initiative zur "Edvard Grieg Gesamtausgabe" aus, die 1995 ihren Abschluß gefunden hat. Diese Edition enthält in 20 Bänden sämtliche Kompositionen Griegs, versehen mit Kritischen Berichten. Auch der in der Griegsammlung befindliche Bestand von handschriftlichem Notenmaterial wurde hier erstmals veröffentlicht.

Der Wunsch Edvard Griegs verpflichtet, daß die Sammlung in jeder Weise "zugänglich" sein sollte, wurde - dem heutigen Standard entsprechend - eine Computeranlage installiert. Sie erlaubt eine erweiterte Nutzung der Bestände, ohne daß die Originaldokumente dabei Schaden leiden. Ziel ist es, daß alle Dokumente der Griegsammlung digital verarbeitet werden, so daß sie Musikforschern wie Musikinteressierten einen direkten persönlichen Zugang in das umfassende Material gestatten.

 


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GRIEG-SAMMLUNG

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